Nachfolgend Autor genannt
Wenn ich ehrlich bin, dann wollte ich einen Vertrag, der die Worte „nachfolgend Autor genannt“ beinhaltet, immer schon mal unterschreiben. Autor, das hat einen anderen Klang als Redakteur oder Reporter und vielleicht klingt nur noch Publizist noch besser.
Dabei ist eine Buchveröffentlichung als Autor, kann man Schriftsteller sagen?, unwahrscheinlicher als ein Lottogewinn. Zumindest, wenn es um mehr als 3 Richtige und um Belletristik geht. Es ist jedenfalls ein Weg voller Frustrationen.
Als Sascha Lobo seinen lesenswerten Roman „Strohfeuer“ veröffentlichte, war ich grade so etwa bei Seite 80, und immer noch vermessen genug, zu glauben, das kann ich auch. Jedenfalls ein bisschen. Als Tom Hillebrand den wunderbaren Krimi „Teufelsfrucht“ veröffentlichte, verstopften Verlagsabsagen meinen Briefkasten. Was bildete ich mir eigentlich ein? Gute Bücher von Menschen zu lesen, die man noch dazu zumindest digital kennt, kann die Schwerpunkte zwischen Größenwahn und Minderwertigkeitskomplexen recht lang anhaltend auf eine Seite verschieben. Und zwar auf die unangenehmere.
Dann aber doch noch Interesse von Verlagen. Das eine wohlwollend, das andere freundlich, ein anderes sehr konkret. Ich habe dann gewählt und unterschrieben, nachfolgend Autor genannt. Kürzlich neben dem Printvertrag auch den E-Book-Vertrag. Das finde ich besonders gut. Obwohl die Verwandtschaft natürlich mehr mit dem Material zu beeindrucken ist, mit dem man dann auch bei den Nachbarn Eindruck machen kann.
„Kettenreaktion“ so viel steht inzwischen auch fest, wird das Buch nicht heißen. Es bekommt einen anderen Titel. Ich werde ihn demnächst verraten. Auch das Genre. Auch den Verlag. Es ist ein kleiner Verlag. Auch das ist mir sehr sympathisch.
Aber für diese Details ist durchaus noch ein wenig Zeit. Das Buch erscheint erst im zweiten Quartal 2012.
Mit Social Media hat es übrigens gar nichts zu tun.

